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Kalte Füsse als Ursache von Schlafstörungen

Viele klagen ständig über kalte Füße. Vor allem nachts sind sie sehr ärgerlich, denn sie begünstigen Schlafstörungen. Eine gute Lösung sind dicke Socken. Doch leider ändert dies nichts an den Ursachen. Es ist daher viel wichtiger, zu erkunden, was der Auslöser der kalten Füße ist. Kommen verschiedene Krankheiten oder eine unpassende Ernährung in Frage? Wer ist häufig betroffen? Was kannst du akut dagegen tun oder kalte Füße am besten gänzlich vermeiden? Die Antworten auf diese Frage erhältst du nachfolgend.

Warum werden die Füße eigentlich kalt?

In vielen Fällen handelt es sich bei den kalten Füßen um eine harmlose Reaktion auf Kälte. Doch es gibt auch Menschen, bei denen sie ein ständiger Begleiter sind und eine echte Belastung darstellen. Warum werden die Füße eigentlich kalt? Wenn der Körper Kälte verspürt, stellt er den lebensnotwendigen Organen mehr Wärme zur Verfügung und den Händen und Füßen weniger. Besonders nachts sind die Extremitäten weniger durchblutet. Dies liegt daran, dass wir uns im Schlaf kaum noch bewegen. Dadurch kühlen die Füße schneller aus. Doch dies ist sehr unangenehm. Die Füße beeinflussen die Gesundheit und das Wohlbefinden maßgeblich. Kalte Füße können das Einschlafen verhindern und zum ständigen Aufwachen führen. Wenn du wegen deiner kalten Füße nicht einschlafen kannst, liegt dies oftmals daran, dass Stresshormone ausgeschüttet werden. Sie mobilisieren den Kreislauf, was dich wiederum nicht schlafen lässt.

Bewegungsmangel, Wechseljahre, Hormonstörungen,…es gibt viele Ursachen, die kalte Füße auslösen können.

Welche Erkrankungen und Mangelerscheinungen kommen für kalte Füße infrage?

Es gibt viele Ursachen für kalte Füße, die vom Bewegungsmangel über die Wechseljahre oder andere Hormonstörungen bis hin zu Durchblutungsstörungen reichen können. Letztere werden auch durch Stress oder psychische Belastungen beeinflusst. Die Auslöser sind nicht immer gleich und auch nicht immer harmlos:

  • Niedriger Blutdruck, unter dem häufig schlanke Menschen leiden, Diabetes und Herzerkrankungen können die Füße auskühlen lassen. Bei einer Blutarmut kommt es ebenso häufig zu kalten Füßen.
  • Auch Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion frieren schneller. Die Schilddrüse produziert in diesem Fall weniger Hormone als der Organismus eigentlich benötigt, sodass die körpereigene “Heizung” auf Sparflamme läuft. Auch niedriger Blutdruck kann die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion sein.
  • Daneben können andere Erkrankungen vorliegen, beispielsweise das Raynaud-Syndrom, bei dem sich die Gefäße durch die Kälte krampfartig verengen. Das Syndrom ist meistens ungefährlich, doch es kann auch die Begleiterscheinung einer Erkrankung sein.
  • Kalte Füße können auf eine Gefäßerkrankung hinweisen. Raucher, Diabetiker, übergewichtige Menschen oder Personen mit Bluthochdruck riskieren langfristig gesehen eine Verengung der Gefäße. Dadurch werden die Füße schlechter durchblutet und frieren leichter. Doch dies ist das “kleinste” Problem, denn schlimmer ist das Risiko, das mit den Gefäßverengungen und Ablagerungen einhergeht: Eine fortgeschrittene Arteriosklerose begünstigt Verschlüsse in den Blutgefäßen. Die mögliche Folge ist ein Herzinfarkt.
  • Muskelverspannungen und gewisse Medikamente können ebenso der Verursacher von kalten Füßen und Schlafstörungen sein. Solche Nebenwirkungen haben zum Beispiel Betablocker, die bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen zum Einsatz kommen, Diuretika, die unter anderem bei einer Herzschwäche und Niereninsuffizienz verabreicht werden, oder Medikamente wie Migränemittel, die eine Gefäßverengung auslösen.
  • Auch ein Eisenmangel begünstigt kalte Füße. Davon betroffen sind oft Menschen, die zu Blutungen wie Nasenbluten oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich neigen. Ein Eisenmangel kann mit einem Bluttest nachgewiesen werden.

Wenn du ständig kalte Füße hast, solltest du dies daher deinem Hausarzt sagen. Er kann abklären, ob sich eine Krankheit dahinter verbirgt. Zu den Warnzeichen gehört grundsätzlich, wenn die Füße sogar im Sommer oder sehr plötzlich kalt werden, sich verfärben oder Schmerzen dabei vorhanden sind.


Welche weiteren Ursachen gibt es für kalte Füße und Schlafstörungen und wie wirkt sich die Ernährung bei der Vorbeugung aus?

Auch Schweißfüße können durch die ständige Wärmeentziehung aufgrund der Verdunstungskälte kalte Füße hervorrufen. Ein sehr wichtiger Schritt ist eine Veränderung des Lebensstils. Dies gilt umso mehr, wenn eine Gefäßverengung vorliegt. In diesem Fall müssen die Ursachen der Gefäßschädigung beseitigt oder zumindest reduziert werden. Ein eventuell vorhandenes Übergewicht, erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte müssen auf ein Normalmaß gebracht werden.

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle: Tierische Produkte sollten reduziert werden: Das enthaltene Cholesterin fördert die Entstehung der Gefäßverkalkungen, die die Blutzirkulation beeinträchtigen. Daher sollten vermehrt frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Vitamin B, das vor allem in grünem Gemüse steckt, schützt die Nerven, die für die Regulation der Wärme und Kälte im Körper erforderlich sind. Zudem ist es wichtig, genügend Wasser zu trinken, damit das Blut besser zirkulieren kann. Ein Flüssigkeitsmangel hingegen verdickt die Konsistenz des Bluts. Alkohol sollte vermieden werden, da er dem Körper Wasser entzieht.


Wer ist vorwiegend von kalten Füßen betroffen und welchen Unterschied gibt es zwischen Frauen und Männern?

Es gibt vor allem unter den Frauen viele “Kaltfüßler”. Eine mögliche Erklärung hierfür ist ihr etwas höherer Körperfettanteil, der kalte Extremitäten begünstigt. Wie stark oder schnell man friert, ist nämlich ebenso vom Muskelanteil des Körpers abhängig. Männer leiden daher in der Regel, abgesehen von entsprechenden Erkrankungen, meist seltener unter kalten Füßen. Muskeln erzeugen Körperwärme, da die Verwendung der Muskeln Energie verbraucht. Nur rund 25 Prozent der Energie wird für die muskulöse Arbeit genutzt. Der übrige Rest steht dem Körper als Wärme zur Verfügung.

Je mehr Muskeln vorhanden sind, desto mehr Körperwärme entsteht. Der Körper der Männer besteht aus rund 40 Prozent Muskulatur, während es bei den Frauen ungefähr 22 Prozent sind. Der weibliche Körper konzentriert sich daher bei der Wärmeverteilung eher auf die zentralen Organe, sodass die Hände und Füße leichter auskühlen. Muskulösere Frauen, die regelmäßig Sport treiben, haben demzufolge nicht so oft kalte Füße, während dicke Männer mit reichlich Fettmasse eher am Frauenproblem leiden.


Was kannst du akut gegen kalte Füße tun, um Schlafprobleme zu verhindern und wie kannst du sie vorbeugen?

Eine Wärmflasche unter der Decke kann wahre Wunder wirken. Alternativ kann in der Mikrowelle auch ein Kirschkernkissen erwärmt und mit in das Bett genommen werden. Natürlich schaffen auch warme Socken Abhilfe. Doch es ist noch besser, bereits vor dem Zubettgehen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ein heißes Fußbad mit durchblutungsfördernden Inhaltsstoffen wie Rosmarinöl erwärmt kalte Füße innerhalb weniger Minuten. Regelmäßiger Sport oder Saunabesuche können zur besseren Durchblutung führen. Eine zusätzliche Massage der Füße mit wärmendem Fußbalsam ist ebenso eine gute Idee, denn es regt die Blutzirkulation an und wärmt sie somit. Ideal ist auch ein elektrischer Fußwärmer, denn damit werden die Füße sehr schnell warm.

Wer es aushält, der macht Wechselduschen. Das regt ebenso die Durchblutung an. Anschließend kann man die Füße trocken und warm föhnen, bevor man direkt ins vorgewärmte Bett geht. Man muss sich so seine Rituale schaffen. Nicht jeder Mensch ist gleich. Manche kriegen nie kalte Füße, manche ständig. Wer damit zu kämpfen hat, der sollte sich einfach Umwege suchen, wie kalte Füße vermieden werden können. Besser als Aushalten ist das allemal!

Fazit

Kalte Füße gelten zwar als Frauenproblem, doch so einfach sollte es nicht gesehen werden. Nächtliche Eiszehen können ebenso ein Hinweis für Gefäßschäden oder andere Erkrankungen sein. Wenn du häufig davon betroffen bist, solltest du es daher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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