Haftungsausschluss

Schlafstörungen durch das Restless Leg Syndrom

Das Restless Legs Syndrom beschreibt eine Erkrankung, bei der es zu unruhigen, ruhe- und rastlosen Beinen kommt. Sie zucken, zappeln oder brennen, insbesondere abends beim Liegen auf der Couch oder nachts unter der Bettdecke. Vor allem in ruhigen Momenten stellen sich die unangenehmen Beschwerden ein. Die Betroffenen können dann kaum still sitzen und schon gar nicht schlafen. Sie kommen nur selten zur Ruhe. Was ist das Restless Legs Syndrom genau? Wen betrifft es und wie äußert es sich? Wer hilft und was kann man selber tun? Ist die Erkrankung heilbar? Diese und weitere Fragen werden dir in diesem Ratgeber beantwortet.

Was ist das Restless Legs Syndrom?

Die Erkrankung geht mit ruhelosen, kribbelnden Beinen einher, die die Betroffenen nachts immer wieder dazu bringen, aufzustehen und umherzugehen. Dies begünstigt enorme Schlafstörungen. Die Nachtruhe wird oft auch durch periodische Beinbewegungen im Schlaf und kribbelnde, brennende oder ziehende Beine unterbrochen. Die Betroffenen fühlen sich am nächsten Tag oftmals müde und erschöpft. Beim Restless-Legs-Syndrom (Kurzform: RLS) handelt es sich um eine neurologische Störung. Übersetzt bedeutet sie “unruhige Beine”. Falls du schon einmal davon betroffen warst oder bist, weißt du, wie unangenehm und belastend dieser Zustand ist. Die Lebensqualität wird durch die Erkrankung stark eingeschränkt.


Wie äußert sich das Restless Legs Syndrom?

Das Syndrom kann neben den genannten Beschwerden auch mit Schmerzen bei Berührung oder sonstigen Missempfindungen einhergehen. Der Bewegungsdrang, der typisch für die Erkrankung ist, tritt meist in Ruhephasen auf, insbesondere abends, im Bett, wenn Betroffene einschlafen möchten oder in anderen Situationen, wenn sie gerade untätig sind. Tagsüber treten meist kaum Beschwerden auf, solange sich der Betroffene aktiv bewegt. Das Restless Legs Syndrom fördert nicht nur Schlafstörungen, sondern macht jegliche Entspannung nahezu unmöglich.


Wer ist davon vermehrt betroffen?

Frauen sind vom Restless Legs Syndrom doppelt so häufig betroffen wie Männer. Einige Schwangere leiden aufgrund eines Eisenmangels, der in dieser Zeit sehr häufig beobachtet wird, unter dem Syndrom. Die Erkrankung tritt vermehrt bis zum mittleren Lebensalter auf, aber oftmals auch nach dem 60. Lebensjahr. Es wird vermutet, dass in Deutschland 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung darunter leiden. Kinder können ebenso am Restless Legs Syndrom erkranken. Bei jungen Menschen kommt es oftmals zu Verwechslungen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom). Circa 20 Prozent der Schlafstörungen sollen auf diese Erkrankung zurückzuführen sein. Sie kann in einem Schlaflabor festgestellt werden.


Was sind die Ursachen für das Restless Legs Syndrom und welche Behandlung ist möglich?

Bei der Erkrankung wird zwischen primären und sekundären Formen unterschieden. Bei Ersterem liegt eine genetische Veranlagung vor und bei Letzterem ist die Ursache zum Beispiel in einem Eisenmangel oder einer Urämie (Kontamination (Vergiftung) des Blutes) zu finden. Weitere mögliche Ursachen sind neurologische Erkrankungen, stark reduzierte Nierenfunktion, rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose oder Störungen der Schilddrüsenfunktion. Die Behandlung kann mit L-Dopa und Dopaminagonisten erfolgen.

Die Erkrankung weist im Allgemeinen eine gute Prognose auf: Die Medikamente lindern die Beschwerden, müssen jedoch von vielen Betroffenen lebenslang eingenommen werden. Wenn sie abgesetzt werden, stellen sich die Symptome wieder ein. Bei der Behandlung mit Medikamenten kann es zu Veränderungen im tageszeitabhängigen Muster kommen, sodass sich die Beschwerden dann auch morgens oder am früheren Nachmittag bemerkbar machen können. Bei sekundären Formen ist es wichtig, dass die Grunderkrankung therapiert wird, um die Beschwerden zu beseitigen.


Was kannst du tun, wenn RLS akut ist? Welcher Arzt hilft?

Die Beschwerden verbessern sich durch eine Bewegung der Beine sofort oder sie verschwinden vorübergehend gänzlich. Auch kalte Fußbäder, Massagen der Beine oder Einreiben mit Franzbranntwein bringen meist etwas Linderung. Wenn die Beschwerden häufig auftreten, solltest du einen Arzt aufsuchen. Da es sich um eine neurologische Erkrankung handelt, ist die Therapie in der Richtung “Neurologie” angesiedelt. Der erste Anlaufpunkt kann der Hausarzt sein. Bei einem entsprechenden Verdacht auf das Syndrom wird er den Betroffenen zum Neurologen überweisen.


Wie lange hat man das Restless Legs Syndrom? Ist es heilbar?

Etwa jeder zehnte Erwachsene ist von den unangenehmen Reizen in den Beinen betroffen, die ihnen jeglichen Schlaf und auch die Nerven rauben. Es gibt keine Heilung, jedoch einige Mittel und Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern. Bei der sekundären Form kann sich das Syndrom ganz legen, wenn die Grunderkrankung behandelt wird. Die Prognose ist in diesem Fall sehr gut.


Wie wird die Erkrankung diagnostiziert?

Der Arzt diagnostiziert die Erkrankung in erster Linie anhand der Beschwerden:

  • Bewegungsdrang der Beine, von Missempfindungen begleitet
  • Motorische Unruhe: Zwang, sich zu bewegen, um eine Linderung der unangenehmen Gefühle zu erzeugen
  • Symptome treten in Ruhe wie Liegen und Sitzen auf oder verschlechtern sich in diesen Phasen (vor allem abends und nachts)

Zusammenfassung

Das Restless-Legs-Syndrom gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die typischen Symptome sind die vermehrt in Ruhephasen auftretenden (also meistens nächtlichen) Missempfindungen der Beine und der Bewegungsdrang, der damit einhergeht. Die Arme oder andere Körperteile können mitunter ebenso betroffen sein. Die Erkrankung ist meist idiopathisch, das heißt, ohne erkennbare Ursache, in seltenen Fällen sekundär und somit die Folge von einer anderen Störung. Eine Behandlung ist wichtig, um die Schlafstörungen, die oft mit einer Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, mangelnden Konzentration und Leistungsfähigkeit einhergehen, sowie die häufig stark beeinträchtigte Lebensqualität zu verbessern.

* Link zu Amazon: Meine Webseite wird durch Werbung und Amazon Produktempfehlungen finanziert (Webseiten zu betreuen kostet leider viel Zeit und Geld). Mehr Infos dazu nach oben ↑